Liebe UnterweitersdorferInnen, liebe Unterweitersdorfer!

Das Jahr 2011 ist zum JAHR DER EHRENAMTLICHKEIT erklärt worden. Ich finde das sehr gut und hoffe, dass  es gelingt die Arbeit, die Aufgaben, die hohe Verantwortlichkeit, der persönliche Einsatz der Ehrenamtlichen dem „Rest der Welt“ anschaulich vor Augen zu führen.

Unsere Gesellschaft braucht diese Menschen und wir sollten alle den Wert der Arbeit, der durch sie geschieht auch wirklich erkennen. Es soll uns ein Ansporn sein einmal darüber nachzudenken, wer in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, wer aus meiner Gemeinde oder Nachbarschaft oder mein/e Kolleg/in am Arbeitsplatz, ehrenamtlich tätig ist. Da werden Sie sicher jemanden finden!

Wenn Sie sich dann das Engagement dieser Personen ansehen, dann kommen Sie vielleicht zum Entschluss, vor der/dem ziehe ich den Hut – aber noch schöner wäre es, wenn Sie sagen – der/dem schließe ich mich an.

Denn in allen Bereichen können die Ehrenamtlichen nie genug sein. „Zu viel ist die Gesellschaft schon von Eigennutz durchtränkt“, ein Satz. den man sehr oft hört und der seinen Wahrheitsgehalt hat. Oder es wird von Vielen im Beruf dermaßen viel abverlangt, dass man kaum mehr Kraft für andere, ehrenamtliche Aufgaben aufbringen kann.

In Unterweitersdorf haben wir sehr viele Vereine und Institutionen und alle können zum Glück zumindest noch die notwendigen Vorstandsmitglieder zur Aufrechterhaltung des Vereines usw. stellen. Für einige Vereine wird es aber bereits immer schwieriger, Menschen zu finden, die auch Ämter übernehmen wollen.

Da gibt es sehr junge Persönlichkeiten, die riesige Aufgaben zu tragen haben und da gibt es Langzeitführungskräfte, die sich auch schon manchmal nach einem Leben mit weniger Aufgaben sehnen. Und so braucht es immer wieder neue Menschen, die sich der Ehrenamtlichkeit in Führungspositionen aber auch als deren ehrenamtliche MitstreiterInnen engagieren.

Freiwilligkeit ist der Kern der Kultur des Zusammenlebens, Freiwilligkeit ist der Klebstoff der uns zusammenhält. Man schafft ein mehr an Lebenswert, man steht sich gegenseitig bei und man ist für Schicksalsschläge gemeinsam gewappnet. Freiwilligkeit in einer Gemeinde bringt eine besondere Qualität in unser Leben.

Es ist wichtig, bereits der Jugend vor Augen zu führen, dass sie freiwillig etwas bewegen können. Schon die Pfadfinder mit ihrer „guten Tat“, das Jugend Rot-Kreuz, die Feuerwehrjugend, Freiwillige in Jugendzentren uvm. verspüren, dass sie durch ihr freiwilliges Engagement wertvoll sind und etwas bewegen können.

Im Jahr 2011 werden viele gute Beispiele aus den Gemeinden gesammelt und vor den Vorhang geholt. Alle Gemeinden sind aufgerufen, gute Beispiele der Ehrenamtlichkeit zu sammeln. Auf der Internet-Plattform  www.kommunalnet.at wird die Börse der guten Beispiele eingerichtet bzw. kann man sie an diese Adresse melden. Die besten Beispiele werden dann wieder anderen Gemeinden als Ideen weiter empfohlen.

Auch in Unterweitersdorf werde ich als Bürgermeister mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinderat im Jahr der Ehrenamtlichkeit eine Dankeschön Aktion für alle Ehrenamtlichen setzen.

Ein herzliches Dankeschön allen Menschen in unserer Gemeinde die sich ehrenamtlich, freiwillig in den verschiedensten Bereichen betätigen. Sie sind Vorbilder!

Danke der Jugend die heute in manchen Bereichen schon Schritte setzt in die Fußstapfen der ehrenamtlichen Vorbilder zu treten.

Und zum Schluss mein wiederholter Aufruf an Sie, sich selbst zu überlegen: wo kann ich mich in meiner Umgebung freiwillig engagieren?

Ihr

Willi Wurm

Bürgermeister